netzeitung.deDeutsche sind genervt von Arbeits-E-Mails

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Ganz normaler Wahnsinn: Angestellte fühlen sich von Job-E-Mails genervt (Foto: Screenshot: NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Ganz normaler Wahnsinn: Angestellte fühlen sich von Job-E-Mails genervt
Foto: Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Berufliche E-Mails sind oft überflüssig und halten von der Arbeit ab. Eine Studie hat das jetzt noch einmal bestätigt.

Die Deutschen sind zunehmend genervt von E-Mails im Beruf. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die das Institut TNS Emnid im Auftrag des Magazins Süddeutsche Zeitung Wissen gemacht hat.

Knapp 60 Prozent der Befragten finden danach, dass per Mail oft sinnlose oder überflüssige Informationen ausgetauscht werden, gut 20 Prozent fühlen sich in ihrer Konzentration gestört und von anderer Arbeit abgehalten.

Zu Boykotten kommt es trotzdem kaum: Mehr als die Hälfte aller Befragten gab sogar an, berufliche E-Mails auch noch privat nach Feierabend und am Wochenende zu lesen, ein gutes Viertel lässt alles stehen und liegen, wenn der kleine Briefumschlag in der Bildschirmecke auftaucht. Und das, obwohl ein gutes Drittel der Befragten der Ansicht ist, dass die Belastung durch die Mails zugenommen hat.

Der von dem Magazin befragte Wirtschaftspsychologe Roman Soucek rät den genervten Angestellten dazu, wieder mehr zu telefonieren und aufs Mailen zu verzichten. Seine Begründung: Ein Großteil aller E-Mails sei unsauber und missverständlich verfasst. Wie jeder Büroangestellte aus eigener Erfahrung weiß: Oft mailt man mehrfach hin und her, bis die Missverständnisse ausgeräumt sind. TNS Emnid befragte für die Studie 1005 Deutsche über 14 Jahren. (nz)