Podcaster-Protest gegen «Broadcast Treaty»
21.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Allerdings sind Sendeanstalten nicht notwendigerweise die ursprünglichen Rechteinhaber, die die Podcaster damit ausgebootet sehen. Außerdem stört man sich daran, dass die Regelung der Wipo keine Rücksicht darauf nimmt, ob Inhalte ursprünglich von den Erstellern zum Kopieren freigegeben wurden oder zum Beispiel unter der Creative Commons Lizenz stehen, die zum Beispiel auch auf freie Software angewandt wird.
Insgesamt sehen die Podcast-Verbände ihr Medium von der Wipo nicht wahrgenommen und fordern außerdem eine rechtlich eigenständige Behandlung wegen der teils gravierenden Unterschiede zum «klassischen» Rundfunk. «Die Rechte der ursprünglichen Inhaber auf Kosten der Gemeinschaft auszudehnen, wird mehr und mehr zum medienübergreifenden Trend», bemängelt etwa Brian Greene, Vorsitzender des Irish Podcasters Representative Body.
Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, haben die britische UK Podcasters Association, der irische Podcasters Representative Body und der deutsche Podcastverband eine gemeinsame Petition an die Wipo aufgelegt. (nz)

