Künstler verdienen sehr wenig an Downloads
«Soll ich dein neues Album als CD kaufen oder bei Itunes herunterladen. Woran verdienst du mehr?», wurde Yankovic gefragt. Die Antwort war eindeutig: «Ich bekomme deutlich mehr Geld aus CD-Verkäufen als aus Downloads. Das ist ein Detail meines neu verhandelten Plattenvertrags, das für mich nie viel Sinn ergeben hat», so Yankovic. «Es kostet das Label nichts, wenn jemand ein Album herunterlädt (keine Herstellungskosten, Versand oder sonstige Fixkosten) und trotzdem bekommt der Künstler (ich) am Ende weniger. Denk selbst drüber nach.»
Zu der Frage, was insgesamt beim Künstler ankommt, verweist das Blog auf Zahlen aus dem Rechtsstreit zwischen Sony BMG und den Allman Brothers, die immer wieder verbreitet werden: Danach erhielt die Band für 1000 aus dem Netz heruntergeladene Songs exakt 45 Dollar - rund vier Prozent von dem, was die Kunden bezahlen mussten und rund 5,7 Prozent von der Summe, die Apple an das Label weitergab. Und das, obwohl, gegenüber der CD diverse Kosten wegfallen, wie etwa die für die Pressung des Tonträgers, Versand- und Lagerkosten.
Für 1000 auf CD vertriebene Songs erhielten die Allman Brothers dagegen 315,50 Dollar – und das, obwohl die CD bei Amazon trotz der zusätzlichen Kosten mit 14,98 Dollar nur wenig teurer ist als der Download. Macht rund 31,5 Cents pro Song, gegenüber 4,5 Cents, die von einem Download beim Künstler ankommen. (nz)
