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Lupe Künstler verdienen sehr wenig an Downloads

Der Verkauf von CDs ist für Künstler lukrativer als der Vertrieb via Internet. Und das, obwohl bei den legalen Downloads deutlich weniger Kosten anfallen.

CD-Verkäufe bringen Musikern offenbar immer noch einen höheren Anteil am Verkaufserlös ein als Verkäufe über Online-Portale wie etwa Itunes. Dabei fallen beim Vertrieb von Musik via CD für die Plattenfirmen deutlich mehr Kosten anfallen als im Download-Geschäft. Das hat das «Digitalmusicweblog» ermittelt.

Anlass der Berechnung war die Frage eines Fans an den Musiker Weird Al Yankovic. Yankovic wurde vor allem durch seine Persiflagen bekannter Popsongs bekannt – etwa Michael Jacksons «Beat It», das bei Yankovic zu «Eat it» wurde, Parodie des Videos inklusive, in dem der Comedian als fetter Jackson-Klon in den gleichen Einstellungen wie im Original zu sehen ist.

«Soll ich dein neues Album als CD kaufen oder bei Itunes herunterladen. Woran verdienst du mehr?», wurde Yankovic gefragt. Die Antwort war eindeutig: «Ich bekomme deutlich mehr Geld aus CD-Verkäufen als aus Downloads. Das ist ein Detail meines neu verhandelten Plattenvertrags, das für mich nie viel Sinn ergeben hat», so Yankovic. «Es kostet das Label nichts, wenn jemand ein Album herunterlädt (keine Herstellungskosten, Versand oder sonstige Fixkosten) und trotzdem bekommt der Künstler (ich) am Ende weniger. Denk selbst drüber nach.»

Weniger Geld trotz weniger Kosten
Das «Digitalmusicweblog» macht zu dieser Antwort seine eigene Rechnung auf: 99 Cents kostet ein Song in den USA bei Itunes. Die Angaben, was davon an die Labels fließt, schwanken zwischen 65 und 80 Cents. Die Plattenfirma behält zunächst in der Regel alles ein, bis Kosten wie die für Aufnahmestudio, Werbung, Cover-Design und ähnliches gedeckt sind.

Zu der Frage, was insgesamt beim Künstler ankommt, verweist das Blog auf Zahlen aus dem Rechtsstreit zwischen Sony BMG und den Allman Brothers, die immer wieder verbreitet werden: Danach erhielt die Band für 1000 aus dem Netz heruntergeladene Songs exakt 45 Dollar - rund vier Prozent von dem, was die Kunden bezahlen mussten und rund 5,7 Prozent von der Summe, die Apple an das Label weitergab. Und das, obwohl, gegenüber der CD diverse Kosten wegfallen, wie etwa die für die Pressung des Tonträgers, Versand- und Lagerkosten.

Für 1000 auf CD vertriebene Songs erhielten die Allman Brothers dagegen 315,50 Dollar – und das, obwohl die CD bei Amazon trotz der zusätzlichen Kosten mit 14,98 Dollar nur wenig teurer ist als der Download. Macht rund 31,5 Cents pro Song, gegenüber 4,5 Cents, die von einem Download beim Künstler ankommen. (nz)