netzeitung.deMassive Kritik an iPod-Fabriken in China

 Herausgeber: netzeitung.de

Lupe Massive Kritik an iPod-Fabriken in China

Der iPod soll unter miserablen Arbeitsbedingungen in chinesischen Fabriken hergstellt werden. Hersteller Apple kündigte an, die Vorwürfe zu untersuchen.

Der MP3-Player iPod wird angeblich unter erbärmlichen Umständen von unterbezahlten chinesischen Arbeiterinnen hergestellt. Die britische Zeitung «Mail on Sunday» berichtet, das die mehr als 200.000 Beschäftigen einer iPod-Fabrik in Longhua bis zu 15 Stunden am Tag arbeiten müssten und dafür lediglich 40 Euro im Monat bekämen.

Die überwiegend weiblichen Beschäftigten der Anlage lebten in Schlafsälen, in den jeweils 100 Menschen untergebracht seien. Besuch von nicht dort Angestellten sei nicht gestattet. Das fünfstöckige Gebäude, in dem der iPod Nano hergestellt wird, werde von der Polizei bewacht. Eine andere Produktionsstätte in der Nähe von Schanghai baue den iPod Shuffle. Dort erhielten die Arbeiter 80 Euro im Monat, müssten aber die Hälfte wieder für Essen und Unterbringung abliefern.

In einer am Mittwoch veröffentlichten Erklärung gab Apple bekannt, man werde die Vorwürfe untersuchen. Es existiere ein Kodex, an den sich Zulieferer zu halten hätten und man werde keine Verstöße dagegen tolerieren. Man sei stets bemüht, die Arbeitsbedingungen sicher und menschenwürdig zu gestalten, sowie die Umwelt zu schützen. (nz)