netzeitung.deNationalbibliothek warnt vor Kopierschutz

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Bücher in Bibliothek (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Bücher in Bibliothek
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Die Chefin der wichtigsten Bibliothek Großbritanniens hat sich in die Diskussion um digitalen Kopierschutz eingeschaltet. Sie warnt vor unbeabsichtigten Folgen der Technologie.

Die Chefin der British Library, der Nationalbibliothek Großbritanniens, hat vor ungewollten Folgen von digitalem Kopierschutz (DRM) gewarnt. Der Gesetzgeber müsse für eine Balance zwischen den Rechten der Autoren und des öffentlichen Zugangs zu den Inhalten sorgen.

Auch die British Library nutze DRM-Systeme und diese könnten durchaus ein wertvolles Werkzeug darstellen, so Brindley. Ein Nebeneffekt des Schutzes von Rechteinhabern durch Technologie sei aber, dass auch eigentlich erlaubte Kopien verhindert würden.

Die Nutzung von digitalen Inhalten sei in aller Regel mit einem entsprechenden Lizenzvertrag verbunden, der in der Regel sehr viel strenger ausfällt als das eigentliche Urheberrecht. So sei es meist untersagt, Kopien anzufertigen und das Material zu archivieren. Zudem werde selbst der Zugang für Behinderte oft verhindert.

Brindley verweist auf eine Stichprobe von 30 Lizenzverträgen, die der British Library von Verlagen angeboten wurden. Darunter seien nur zwei wirklich zufrieden stellend, zwei weitere würden immerhin eine Archivierung erlauben, aber praktisch keiner das Kopieren der Werke für Behinderte. Es bedürfe daher Regelungen, die Mindeststandards für solche Lizenzen setzen. (nz/ Golem.de)