06.06.2006
Herausgeber: netzeitung.de
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Foto: Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die Attacke auf eine schwedische Polizei- und Regierungs-Website gilt als Reaktion auf die Schließung von «ThePirateBay». Die Tauschbörse will damit allerdings nichts zu tun haben.
Die Website der schwedischen Polizei ist in der vergangenen Woche vorübergehend durch einen konzertierten Angriff von Hackern lahm gelegt worden. In der Nacht von Samstag auf Sonntag dann wurde die schwedische Regierungs-Website attackiert und blieb bis Sonntagvormittag nicht erreichbar.
Zu den Denial-of- Service-Attacken bekannte sich eine Gruppe, die sich «World Wide Hackers» nennt. Ermittler gehen davon aus, dass es sich um eine Rache für das Vorgehen der Polizei gegen die populäres File-Sharing-Börse «ThePirateBay» gehandelt habe. Die Website «ThePirateBay» war am Mittwoch von der Polizei geschlossen worden. Dabei gab es Razzien an zehn Orten, drei Personen wurden vorübergehend festgenommen. Der Verdacht lautete auf Verstoß gegen das Urheberrecht.
Die US-Filmindustrie hatte das Vorgehen begrüßt. Die «PirateBay»- Website war am Samstag aber wieder online und ihr Sprecher Tobias Andersson erklärte, sie werde besser denn je werden. Das File-Sharing-Netz wird nach seinen Angaben von zehn bis 15 Millionen Menschen täglich besucht. Andersson betonte, mit dem Hackerangriff auf die Polizei-Website habe seine Gruppe nichts zu tun.
Am Samstag demonstrierten in Stockholm hunderte Menschen gegen das Vorgehen der Polizei. «Wir wollen eine Entschuldigung von der Polizei und vom Justizministerium und wir wollen unsere Server zurück», sagte Andersson. (nz)