Microsoft gängelt Zeitschriften- Redaktionen
Die unterzeichnenden Verlage müssen Microsoft einen Entwurf der geplanten Artikel zur «Prüfung und Stellungnahme» liefern und bei der Einbeziehung der von dem Unternehmen empfohlenen Änderungen «kooperieren». Durch die Maßnahme sollen «Inkorrektheiten in Bezug auf die Produkte» und eine «Herabsetzung von Microsoft und/oder jeglichen Produkten» vermieden werden. Einen weiteren Einfluss auf die Berichterstattung stellt eine «Anleitung für Verlage zu genehmigten Inhalten» dar, die nach Angaben der «Computerbild» bestimmte Textpassagen für die Heftveröffentlichung vorschreibt.
Die «Computerbild» will den Vertrag nicht unterschreiben und verbreitet deshalb auch keine Office-Betaversion. «Dieser Vertrag ist ein grober Eingriff in die journalistische Unabhängigkeit», sagt Hans-Martin Burr, stellvertretender Chefredakteur des Magazins. Sich darauf einzulassen sei eine Bankrott-Erklärung redaktioneller Freiheit. Die Zeitschrift «C't» dagegen hat ihrer aktuellen Ausgabe Office 2007 beigelegt.
Die Beta 2 von Microsoft Office 2007 kann nach einer Registrierung auch im Web heruntergeladen werden. Die Größe der Dateien liegt je nach ausgewählten Bestandteilen zwischen 100 Megabyte und einem Gigabyte. Die Version arbeitet nur bis zum 1. Februar 2007. (nz/ Golem.de)

