netzeitung.deJugendschutz beanstandet tausende Websites

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Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Screenshot: NZ (Screenshot: NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Broschüre des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend Screenshot: NZ
Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Deutsche Jugendschützer haben 2005 mehr Websites beanstandet als noch im Jahr davor. Es gelang ihnen, zahlreiche Angebote aus dem Netz entfernen zu lassen.

Die Zentralstelle der Bundesländer für Jugendschutz im Internet hat im vergangenen Jahr knapp 2000 Websites bemängelt. Die Verstöße seien gegenüber dem Vorjahr um zwölf Prozent gestiegen, teilte der rheinland-pfälzische Jugendstaatssekretär Michael Ebling am Mittwoch in Mainz mit. Die Hälfte der kritisierten Online-Angebote habe Pornografie beinhaltet, ein Fünftel rechtsextremes Gedankengut, die übrigen Seiten Kinderpornografie oder Gewalttaten.

Zwei Drittel der 874 Verstöße bei deutschen Internet-Anbietern konnten nach Eblings Angaben rasch beseitigt werden. In 183 Fällen, in denen die Anbieter keine ausreichenden Änderungen vorgenommen hätten, seien Straf- und Ordnungsmaßnahmen eingeleitet worden. Bei ausländischen Betreibern habe ein Drittel der 1075 Verstöße schnell beseitigt werden können. Dabei habe es sich vor allem um rechtsextreme und Gewalt verherrlichende Inhalte gehandelt.

86 Prozent der rechtsextremen Sites bei ausländischen Internet-Anbietern sollen nach Hinweisen der Jugendschützer geschlossen worden sein. Inzwischen gelinge es, drei Viertel der unzulässigen rechtsextremen Inhalte in Deutschland und im Ausland aus dem Netz zu entfernen. Pornografische Angebote würden im Ausland allerdings häufig nicht als Problem angesehen. 253 ausländische Websites mit kinderpornografischen Angeboten seien dem Bundeskriminalamt zur weiteren Verfolgung gemeldet worden. (nz)