netzeitung.deInternet in Afrika ist sündhaft teuer

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Internet-Café in Nigeria (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Internet-Café in Nigeria
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Nach wie vor haben nur wenige Afrikaner Zugang zum Internet. Auch die hohen Anschluss- Preise verhindern eine rasche Verbreitung - sie sind im Schnitt 90-mal höher als in den USA.

Afrikanische Internet-Nutzer zahlen im direkten Vergleich zu amerikanischen oder europäischen Anwendern astronomische Summen für ihre Netzzugänge. Während der Download eines Gigabyte an Daten in den USA im Schnitt 20 Dollar kostet, muss ein Afrikaner das 90-fache ausgeben, um dieses Volumen aus dem Netz zu laden, also 1800 Dollar. Angesichts des deutlich niedrigeren Einkommens – Afrika ist der ärmste Kontinent der Welt – ist diese Summe für den Großteil der Menschen dort völlig illusorisch.
Nicht wettbewerbsfähig
Nach Angaben des kenianischen Informations- Ministers Mutahi Kagwe verhindern die hohen Preise eine ausreichende Verbreitung des Internets auf dem Kontinent, so dass die dortigen Länder auch künftig kaum wettbewerbsfähig auf dem Weltmarkt für Netz- und Computertechnologie auftreten können. Nur ungefähr 1,5 Prozent der über 900 Millionen Afrikaner sind online.
Teures Unterseeekabel
Ein Hauptgrund für die horrenden Preise der afrikanischen Internetanschlüsse ist die unzureichende Infrastruktur. Oft müssen die Betreiber dort Internet-Traffic und Telefongespräche für viel Geld über Europa oder Nordamerika leiten, um damit ein anderes Land in Afrika zu erreichen. Das einzige Unterseekabel, das den Kontinent mit dem Rest der Welt verbindet, ist laut Kagwe das teuerste der Welt. (nz)