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Nicht klinisch rein: Google-Treffer zu 'Sex' Screenshot: NZ (Screenshot: NZ<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Nicht klinisch rein: Google-Treffer zu 'Sex' Screenshot: NZ
Screenshot: NZ
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein US-Lokalpolitiker wirft Google vor, das Unternehmen profitiere von Kinder-Pornographie. Außerdem kämpft er gegen Bräunungsstudios für Jugendliche.

Google profitiere von Kinder-Pornographie – diesen Vorwurf erhebt ein Lokalpolitiker aus Long Island im US-Bundesstaat New York. Jeffrey Toback will das Internet-Unternehmen deshalb jetzt vor Gericht bringen.

«In diesem Fall geht es um ein Multi-Milliarden- Dollar-Unternehmen, das Kinder-Pornographie bewirbt und von ihr profitiert», heißt es in der 16-seitigen Klageschrift, die Toback auf seiner Website veröffentlicht hat. Vor allem hat der Lokalpolitiker es dabei laut «Associated Press» auf die bezahlten Links rechts auf der Google-Site abgesehen. Hierunter fänden sich auch Anbieter von entsprechenden Abbildungen.

Google hat die Vorwürfe scharf zurückgewiesen und betont, man unternehme eine Vielzahl von Schritten, um den Zugang zu Kinderpornographie zu verhindern. «Wenn wir Kinderpornographie finden oder auf sie aufmerksam gemacht werden, entfernen wir sie aus all unseren Produkten, auch aus der Suchmaschine», so Google-Sprecher Steve Langdon.

«Arbeiten eng mit staatlichen Stellen»
«Außerdem melden wir so etwas den zuständigen Behörden und wir arbeiten eng mit den staatlichen Stellen zusammen, um Kinderpornographie zu bekämpfen», so der Firmensprecher. Trotzdem erhält Toback, zu dessen weiteren Initiativen Zugangsbeschränkungen zu Bräunungsstudios für Jugendliche gehören, an seinen Vorwürfen fest.

Dabei verweist er auf Googles Engagement in China. Dort, so Toback, sei es ja offenbar auch möglich, Suchanfragen zu «Tibet» oder «Demokratie» zu blockieren. «Aber wenn es um den Schutz und das Wohlbefinden der unschuldigen Kinder dieses Landes geht, dann tut Google nicht das Geringste, um Kinder vor Kinder-Pornographie zu schützen oder Suchanfragen wie 'child pornography' oder 'kiddie porn' und die entsprechenden Inhalte zu blockieren.»

«Im Interesse besorgter Bürger»
Den Fall habe er aus eigener Initiative und «im Interesse besorgter Bürger im ganzen Land» ins Rollen gebracht, so Toback weiter, der angibt, keinen Kontakt zu Google aufgenommen zu haben, bevor er tätig wurde.

Vor Gericht wird er seine Vorwürfe allerdings beweisen müssen. Eine Suche der Netzeitung in der US-Version von Google am Freitagnachmittag brachte zu den von Toback genannten Suchphrasen zumindest auf den untersuchten ersten Ergebnisseiten keinen Kindersex – dafür jede Menge Links zu Initiativen gegen Kinder-Pornographie und entsprechende Medienberichte. (nz)