netzeitung.deKanadische Musiker gegen Kopierschutz

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Avril Lavigne (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Avril Lavigne
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In Kanada stellen sich Künstler wie Avril Lavigne gegen die Lobby der Musikindustrie. Sie lehnen Klagen gegen Fans und Kopierschutz-Systeme ab.

Mit Gründung der «Canadian Music Creator Coalition» (CMCC) melden sich kanadische Musiker im Streit um ein schärferes Urheberrecht und Tauschbörsen zu Wort. Die CMCC lehnt Klagen gegen Fans sowie den zunehmenden Einsatz von Kopierschutz-Systemen (DRM) ab. Sie seien gerade nicht im Interesse der Künstler.

Rang und Namen
Die Künstler, die sich in der CMCC engagieren, können auf Dutzende Musikpreise wie Junos und Grammys verweisen und haben zusammen mehrere zehn Millionen Platten verkauft. Darunter sind die Barenaked Ladies, Avril Lavigne, Sarah McLachlan, Chantal Kreviazuk und Sum 41.

Gemeinsam lehnen sie Gesetzesvorschläge ab, auf deren Basis Klagen gegen ihre Fans geführt werden oder durch die Plattenfirmen mehr Kontrolle über die Art, wie Musik genutzt wird, erhalten. Ein modernes Urheberrecht dürfe es nach Ansicht der CMCC nicht erlauben, dass die Industrie Musikfans vor Gericht bringt, wenn diese ohne kommerzielle Interessen Musik tauschen.

Gesetze statt Technologie
Auch DRM-Systeme lehnen die Künstler ab, Gesetze nicht restriktive Technologien sollten Musiker und Konsumenten schützen. Kunden sollten in der Lage sein, die von ihnen gekaufte Musik im Rahmen einer Privatkopie in andere Formate umzuwandeln, ohne dass man sie zweimal zur Kasse bittet.

In Deutschland tritt der Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen (VUT) mit der Kampagne «Respect the Music» für ähnliche Ziele ein. (Golem.de)