netzeitung.deKlingeltonhändler trickst bei Abrechnung

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Zed vertreibt Klingeltöne und Handyspiele im Internet (Foto: nz<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Zed vertreibt Klingeltöne und Handyspiele im Internet
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Der Klingelton-Anbieter Zed hat angeblich Kundenabrechnungen manipuliert und unrechtmäßige Zahlungen eingestrichen. Es seien Kunden aller Mobilfunkpartner des Unternehmens betroffen, hieß es.

Deutschlands zweitgrößter Anbieter von Klingeltönen und Handyspielen, Zed, soll bei der Abrechnung getrickst haben. Aus internen Dokumenten gehe hervor, dass das Unternehmen bereits aufgekündigte Abonnements wieder aktiviert und nicht existente Bestellungen abgerechnet habe, berichtete die Wirtschaftszeitung «Financial Times Deutschland». Die Geschäftsführung von Zed hat die Vorwürfe allerdings zurückgewiesen. Schuld an den fehlerhaften Abrechnungen seien demnach die Netzbetreiber selbst.

Angeblich sorgten technische Probleme im Sommer 2005 dafür, dass kaum Abonnements abgerechnet worden waren, die von Zed im Nachhinein eingefordert wurden. Am stärksten betroffen sind laut «Financial Times» Kunde von O2. Über den Mobilfunkanbieter seien Neukunden Gebühren für Monate berechnet worden, in denen noch gar kein Handy-Vertrag bestand, heißt es in dem Bericht.

Nummernvergabe trotz Sperrfristen
Zed-Geschäftsführer Dietmar Giese wies den Netzanbietern die Verantwortung für die falschen Abrechnungen zu. Seiner Meinung nach gaben die Netzbetreiber Rufnummern aus gekündigten Verträgen vor Ablauf einer Karenzzeit von drei Monaten an neue Kunden, sagte er der «Financial Times». «Aber wir haben drei Monate das Recht, die Nummern abzurechnen - so kam es zu diesen Fällen», so Giese.

Mehrer Mobilfunkanbieter hätten daraufhin ihre Abrechnungssysteme für Zed am vergangenen Montag gesperrt. Bei O2 besteht die Sperre sogar fort und T-Mobile wolle den Anbieter nun strenger kontrollieren, so die Zeitung. Golem.de