Netzeitung Logo
 
DruckenVersenden
 

Die Tricks der Kreditkartendiebe

18. Apr 2006 17:06
Kreditkarten
Foto: dpa
Bild vergrößern
Mindestens 400 funktionstüchtige Kreditkartennummern werden täglich von professionellen Banden im Internet verkauft. Viele davon stammen von gehackten Firmenrechnern.

Der Handel mit gestohlenen Kreditkartennummern floriert weiterhin im Internet. Wie die britische «Times» meldet, verkaufen organisierte Banden tagtäglich mehrere Hundert Stück dieser Datensätze in speziellen, versteckten Chatrooms.

Die Diebe verlangen pro Nummer zwischen einem und 100 Dollar - je nachdem, wie groß der Datenumfang ist. Besonders begehrt und damit teuer sind laut «Times» Nummern mit PIN-Codes, über die sich dann auch Geld am Automaten abheben lasse. Aber auch die Angabe genauer Kundendaten, etwa für einen Identitätsdiebstahl, treibt die Preise hoch.

Illegale Einkaufstouren

Mehr in der Netzeitung:
Die Kreditkartennummern werden von den Käufern anschließend für illegale Einkaufstouren auf Kosten der Opfer verwendet, sehr beliebt sind dabei Internet-Lieferanten und Kataloganbieter. Funktioniert eine Nummer nicht mehr, bedienen sie sich einfach der nächsten.

Laut «Times» stammen die Nummern erstaunlich häufig von den Servern kleinerer Unternehmen, bei denen derartige Einbrüche kaum auffallen. So fand die Zeitung etwa Kreditkartendaten, die von einem Reiseprodukteanbieter mit nur 20.000 Kunden zu kommen schienen. Das Unternehmen war sich gar nicht bewusst, Opfer eines Dateneinbruches geworden zu sein.

Kleine Server geknackt

Selbst Firmen, die gar nicht über das Internet verkaufen, seien inzwischen Opfer von Hackerangriffen zum Zwecke des Kreditkartennummernklaus. Bislang tauchten in den Medien jedoch vor allem Berichte über großangelegte Datenklaus bei Kreditkartenabrechnern auf, bei denen jeweils mehrere Hunderttausend Nummern entwendet wurden. Einbrüche bei kleineren Firmen galten als eher selten.

Für die Kunden heißt dies, genauestens zu überwachen, welche Zahlungsvorgänge mit ihren Karten erfolgen. Viele Kreditkartenanbieter erleichtern dies durch die zeitnahe Online-Darstellung aktuell verbuchter Umsätze. Unterdessen erwägen die Kreditkartenanbieter, künftig auf so genannte Transaktionsnummern statt gleich bleibende Kartennummern zu setzen. Diese würden dann nur noch für jeweils einen Kauf gelten, was den Diebstahl der Nummer unnütz machen würde.

 
Drucken
VersendenSocial Bookmark Mister Wong Yigg Google del.icio.us Oneview Webnews
 
Zu weiteren Bildergalerien
Zu weiteren Bildergalerien
Zum Wissenstest

Alle Wissenstests

Sie müssen JavaScript aktiviert und Flash 8 installiert haben, um diese Seite in vollem Umfang nutzen zu können.
Zum Tarifrechner
Live Top 5
netzeitung.de auf Ihrer iGoogle-Seite
Immobiliensuche
Immobilien
immonet
Aus anderen Ressorts
Zur Autogazette

Geschäftsführer: Dr. Robert Daubner | Chefredakteurin: Domenika Ahlrichs | Impressum | Datenschutz
NZ Netzeitung GmbH · Karl-Liebknecht-Str. 29 · 10178 Berlin · Tel.: 030 23 27 6840 · Fax: 030 23 27 6874
Alle Rechte © 2008 NZ Netzeitung GmbH
 
Vermarktung: DZH Online Media Sales Group GmbH
 
IT & Security by Procado
 
[ai:ti]-Quotes&Charts: IT Future AG
Quellen der Börsendaten: IT Future AG, Standard&Poor's Comstock Inc. und weitere.