13.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
An den Gesetzen vorbei soll AT & T dem US-Geheimdienst dabei geholfen haben, massenhaft Telefongespräche und E-Mails zu scannen. Dokumente, die das belegen, sollen jetzt unter Verschluss kommen.
In der Abhör-Affäre um AT & T und den US-Geheimdienst versucht die Telefongesellschaft jetzt, interne Dokumente zu blockieren.
Mark Klein, der 22 Jahre für AT & T als Techniker gearbeitet hatte, hatte die Dinge ins Rollen gebracht, als er Material an die elektronische Bürgerrechts-Organisation Electronic Frontier Foundation (EFF) und die «New York Times» gegeben hatte. Laut Klein hatte es in San Francisco einen speziellen Raum bei AT & T gegeben, der dem Geheimdienst NSA zur Verfügung stand. Aus diesem soll es möglich gewesen sein, Telefongespräche mitzuhören, sowie Internet-Daten zu scannen, Mails mitzulesen und sogar übers Internet geführte Telefonate abzuhören.
Nach Kleins Angaben hatte es dabei kaum Beschränkungen gegeben. Die EFF hatte daraufhin gegen den Konzern ein Gerichtsverfahren in Gang gebracht. AT & T versucht nun laut «wired.com», seine Dokumente wieder in die Hand zu bekommen. Das Unternehmen beantragte eine Anhörung, in der es darlegen will, warum die Dokumente seiner Ansicht nach nicht veröffentlicht und vor Gericht verwendet werden dürfen.
Die Anwälte des Unternehmens argumentieren, durch die Berichterstattung rund um den Prozess würden sensible Unternehmensdaten an die Öffentlichkeit gelangen, die sowohl Mitbewerbern nutzen als auch Hackern und anderen Angreifern Hinweise darauf geben könnten, wie sie das AT & T-Netz angreifen könnten. (nz)