Google-Chef verteidigt Zensur in China
12.04.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Zumindest gilt das für alle westlichen Internet-Unternehmen, die nicht auf die Margen aus dem rasch wachsenden chinesischen Markt verzichten wollen. Bei Google etwa tauchen Informationen zu Menschenrechts-Verletzungen, Tibet oder dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens nicht in den Suchergebnissen der chinesischen Version auf. Im Fall von Yahoo hält sich sogar hartnäckig die Geschichte, man habe der Regierung dabei geholfen, den Absender einer nicht genehmen Mail ausfindig zu machen der Mann wurde inzwischen zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.
Auch elf Betreiber von Nachrichten-Websites haben eine ähnliche Erklärung veröffentlicht und sich dazu verpflichtet, mit ihrer Berichterstattung «wirtschaftliches Wachstum und soziale Stabilität» zu fördern. Allgemein wird das so interpretiert, dass die wachsende Zahl von Streiks und Demonstrationen im Land in diesen Medien nicht vorkommen wird.
Google wird in China künftig übrigens «Gu Ge» heißen, was sich mit «Lied der reichen Ernte» übersetzen lässt. Mit 32 Prozent Marktanteil hinkt man allerdings hinter Marktführer Baidu her, der auf 56 Prozent kommt. (nz)

