USA setzen EU wegen Microsoft unter Druck
31.03.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Die Brüsseler US-Vertretung erklärte, mit dem Brief sei die Sorge von Microsoft aufgegriffen worden, die EU-Wettbewerbs- Entscheidungen seien weder fair noch transparent. «Wäre dies zutreffend, wären die USA substanziell besorgt.» Die US-Regierung habe in dem Streit aber keine Partei ergriffen.
Eine zweitägige Anhörung zum Thema ging am Freitag zu Ende, ohne dass beide Seiten einen Kompromiss fanden. Eine Entscheidung über das zu erwartende tägliche Bußgeld von bis zu zwei Millionen Euro wird die Kommission frühestens in einigen Wochen treffen.
Eine Intervention von Seiten der US-Regierung ist jedoch nichts Neues. Bereits als Kroes' Amtsvorgänger Mario Monti vor fünf Jahren die Riesenfusion der US-Konzerne General Electric und Honeywell durchkreuzte, meldete sich Präsident George Bush persönlich zu Wort. (nz)

