netzeitung.deMicrosoft muss neues EU-Bußgeld fürchten

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EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes
Foto: AP
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Für «völlig nutzlos» hält die EU-Kommission die Informationen, die Microsoft im Monopolstreit bislang geliefert hat. Zum Auftakt einer zweitägigen Anhörung drohte die Brüsseler Behörde noch mehr Bußgeld an.

Im Streit um Wettbewerbsbehinderung wird die EU-Kommission den US-Softwarehersteller Microsoft möglicherweise mit einem neuen Millionen-Bußgeld belegen. Das wurde am Donnerstag in Brüssel am Rande der nicht-öffentlichen Anhörung zu dem seit Jahren dauernden Wettbewerbskonflikt deutlich.

Konkret geht es um die Erfüllung der EU-Sanktionen, die im vergangenen Jahr verhängt wurden. Ein Sprecher von EU-Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes sagte, der in diesem Fall als Treuhänder eingesetzte britische Computerwissenschaftler Neil Barrett halte die bisher vom Konzern bisher gelieferten technischen Informationen zu Schnittstellen für «völlig nutzlos».
Microsoft will «noch mehr tun»
Microsoft-Chefjurist Brad Smith sagte dagegen in Brüssel: «Wir haben die Auflagen erfüllt. Wir sind bereit, noch mehr zu tun. Aber wir können es nicht alleine machen.» Es sei ein Dialog mit der Kommission nötig. Bußgelder seien keine Lösung.

Die Kommission hatte dem Konzern mit einem täglichen Bußgeld von zwei Millionen Euro gedroht, falls er den Verpflichtungen Brüssels nicht nachkommen sollte. Microsoft hatte bereits vor zwei Jahren knapp 500 Millionen Euro Strafe zahlen müssen. (nz)