netzeitung.deDating-Site bedient keine Ehemänner

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Das US-Dating-Portal eHarmony.com (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Das US-Dating-Portal eHarmony.com
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Eine Dating-Site hat einem verheirateten Mann die Nutzung verweigert. Erst nach einer Scheidung dürfe er den Service der Partnerbörse in Anspruch nehmen.

John Classen hat eine Verabredung anscheinend so nötig, dass er dafür sogar vor Gericht geht. Der Amerikaner hat Klage gegen das US-Dating-Portal eHarmony eingereicht, da ihm von den Administratoren die Nutzung verweigert wurde, weil er verheiratet ist, berichtet die News-Site «Siliconvalley.com».

Dabei war der Amerikaner nur ehrlich gewesen und hatte bei der Frage nach seinem Familienstand wahrheitsgetreu geantwortet: Er sei «offiziell getrennt lebend».

Eine Klage für ein Date
Diese Angaben hat eHarmony allerdings nicht gelten lassen. Die Begründung: Die Nutzervorschriften der Partnerbörse schreiben vor, dass sich die Teilnehmer nicht in einer festen Beziehung befinden dürfen. «Nur wenige Leute würden für eine Verabredung sogar vor Gericht gehen», sagte Claassen am Freitag, nachdem er seine Klage eingereicht hatte, in der er vom Unternehmen 12.000 Dollar Schadenersatz verlangt.

Claassen wirft eHarmony vor, ihn aufgrund seines noch bestehenden Eheverhältnisses zu diskriminieren. Bereits im Mai vergangenen Jahres hatte Claassen sich von seiner Frau getrennt und erwartet in etwa zwei Monaten die offizielle Bestätigung der Scheidung. «Wenn es nach mir ginge, dann wäre ich längst geschieden», betonte der 36-jährige Jurist. Sein emotionaler Zustand stimme definitiv nicht mit seinem rechtlichen Status als Ehemann überein. (nz)