netzeitung.deAl-Qaeda-Hacker verhaftet

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Hacker (Foto: AP<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Hacker
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Schon länger verfolgten Geheimdienste den islamistischen Hacker Terrorist 007. Wie sich jetzt heraustellt, wurde er bereits im Herbst in England festgenommen.

Er war ein Star in der radikal-islamischen Hackerszene und entkam seinen Verfolgern der internationalen Sicherheitsdienste fast zwei Jahre lang: Der Mann mit dem Online-Namen Irhabi (Terrorist) 007 galt als das wichtigste Sprachrohr von Al Qaeda im Internet und verstand es wie kein anderer, Anleitungen zum Bombenbau und Propagandavideos heimlich und kostengünstig über das Web zu verbreiten.

Er hackte sich auf amerikanische Universitätsserver, warb für die irakischen Radikalen um Abu Musab al Zarqawi und teilte seine überragenden Kenntnisse mit Gesinnungsgenossen.

Seit Herbst verschwunden
Lange Zeit vermutete man den auch auf Englisch kommunizierenden Irhabi 007 in den USA. Im Herbst letzten Jahres verschwand der bis dahin überaus aktive Online-Islamist allerdings plötzlich aus den einschlägigen, meist passwortgeschützten Foren der Szene. Wie die «Washington Post» jetzt berichtet, handelt es sich bei dem Meisthacker um einen 22-jährigen Londoner namens Younis Tsouli, dessen Wohnung von der britischen Polizei durchsucht wurde, als diese wegen eines geplanten Bombenanschlags ermittelte. Erst später stellte sich heraus, dass es sich bei dem Festgenommenen um den Cyberterroristen handelt.

Auf die Spur kam man Tsouli nur, weil bei der Durchsuchung seiner Wohnung gestohlene Kreditkarteninformationen gefunden wurden. Mit einigen der entdeckten Nummern waren Rechnungen amerikanischer Provider bezahlt worden, von deren Server aus islamistische Propaganda verbreitet worden war.

Anleitung zum Hacken
Tsouli diente vor allem Zarqawi dazu, dessen Informationsstrategie zu realisieren, die stark auf das Internet setzt. Außerdem veröffentlichte eine 20-seitige Anleitung im Web, die detailliert erklärt, wie Websites gehackt werden können, um Mediendateien darüber zu verbreiten.

Tsouli selbst erlangte Kontrolle über einen Server des US-Staats Arkansas, der George Washington Universität sowie zahlreiche andere Dritt-Rechner, um dort kostenlos und unbemerkt Dokumente und Videos zum Download anzubieten. (nz)