25. Mrz 2006 09:37
Die Erziehungsgewerkschaft GEW hat Schulrazzien im Kampf gegen jugendgefährdende Handy-Filme als «Quatsch» bezeichnet. Das Problem lasse sich so nicht lösen.
In Bayern und Baden-Württemberg war es zuvor an mehreren Orten zu Schul-Razzien gekommen. Dabei wurden Handys mit Porno-, Gewalt- und Nazi-Propaganda-Videos beschlagnahmt. Von den von der bayrischen Polizei beschlagnahmten Schüler-Handys waren 15 von insgesamt 200 Geräten mit jugendgefährdenden Videos bespielt. Die Besitzer der Mobiltelefone sind zwischen 14 und 18 Jahren alt. Die bayrische Staatsregierung denkt nach den Zwischenfällen über ein generelles Handy-Verbot an Schulen nach.Statt Schulrazzien durchzuführen, müsse der Staat die Provider des Materials, die meist im Internet zu finden seien, schärfer kontrollieren. Die Schulen müssten die Gefahren von Gewalt und Pornografie außerdem im Unterricht zu thematisieren, forderte die GEW-Vizechefin. (nz)