netzeitung.deChinesische Firmen blockieren Porno-Sites

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Überwachung von Porno-Sites (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Überwachung von Porno-Sites
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Die chinesische Regierung bekämpft Pornografie im Internet. Jetzt erhält sie Unterstützung von Seiten der Industrie.

Mit der Entwicklung eines einheitlichen Filtersystems wollen elf chinesische Unternehmen gemeinsam gegen Internet-Pornografie vorgehen. Der chinesische Unternehmerverband wird angeführt von der Firma Netcom, die achtzig Prozent der Netz-Zugänge in Peking kontrolliert.

Die Gruppe wird sowohl die Kosten für das Projekt teilen, als auch eine Sammlung mit Links zu blockierten Sites anlegen und verwalten. Neben China Netcom sind laut Angaben der Online-Site «ChinaTechNews» auch die Unternehmen Peking Mobile, Fiberlink Communications und Great Wall Broadband Network Service unter den elf Teilnehmern.

Die Initiative der führenden chinesischen Internet-Firmen entstand fast gleichzeitig mit Bestrebungen der Regierung, sich vom Internet-Verband ICANN teilweise unabhängig zu machen. Das Verhältnis Chinas zum Internet sowie zur Pornografie ist bekanntermaßen restriktiv, was auch durch das kürzlich erlassene Verbot pornografischer SMS deutlich wird.

Mit dem Entschluss der Industrie, die Regierung zu unterstützen und weitere Filterprogramme gegen verbotenes Material einzusetzen, sind die 110 Millionen Internetnutzer Chinas in ihrem ohnehin bereits zensierten Netz noch ein Stück weiter vom Rest der Welt abgeschnitten.(nz)