netzeitung.deGericht bestätigt alternatives Copyright

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Creative Commons (Foto: creativecommons.org<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

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Ein Gericht in den Niederlanden hat erstmals das alternative Copyright-Modell «Creative Commons» bestätigt. Es hilft Künstlern, ihre Werke über das Internet zu verbreiten.

Seit 2001 können Künstler beim Veröffentlichen ihrer Werke teilweise auf ihre Rechte verzichten, wenn sie eine Lizenz der «Creative Commons» verwenden. So können andere deren Musik oder Videos nutzen, ohne dafür zu zahlen - vor allem für unbekannte Bands und Filmemacher eine gute Möglichkeit, bekannter zu werden.

Ein Gericht in den Niederlanden hat nun erstmals in einem Prozess die Zulässigkeit der alternativen Copyright-Lizenzen bestätigt.

Im konkreten Fall ging es um Fotos des Podcast-Pioniers Adam Curry, die dieser bei der Foto-Community «Flickr» unter einer solchen Lizenz veröffentlicht hatte. Er hatte die Weiterverwendung lediglich für nicht-kommerzielle Zwecke zugelassen. Ein Klatschmagazin nutzte die Fotos, um einen Bericht über Currys Tochter zu bebildern.

Das Gericht sah darin eine Urheberrechtsverletzung. Die Zeitschrift habe gegen die von Curry verwendete Creative-Commons-Lizenz verstoßen, so die Richter. Für jedes widerrechtlich verwendete Bild müsse das Blatt 1000 Euro an Curry zahlen. Die Strafe fiel damit relativ gering aus.

Der Jura-Professor Lawrence Lessig von der Universität Stanford, der das alternative Lizenz-Modell entwickelt hat, sagte der Netzeitung, die Bestätigung durch das Gericht sei erfreulich. «Es verwundert mich allerdings nicht, weil die Lizenzen relativ konservativ auf dem bestehenden Urheberrecht beruhen», so Lessig.

Für das Web ediert von Peter Schink