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Windows Vista bekommt keine Hintertür

06. Mrz 2006 17:32
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Microsoft-Entwickler lehnen Forderungen nach einer System-Hintertür für Regierungen ab. Auch Festplatten Verdächtiger sollen verschlüsselt bleiben.

Forderungen nach einer Hintertür in Windows Vista für Regierungen und Strafverfolgungsbehörden erteilte Microsoft-Entwickler Niels Ferguson eine Absage. Die Diskussion um eine Hintertür in Windows Vista hatte Cambridge-Professor Ross Anderson initiiert. Er hatte die britische Regierung aufgefordert, auf einen Nachschlüssel für die in Vista integrierte Festplattenverschlüsselung zu drängen, um potentiellen Missbrauch zu verhindern.

  • PR-Leck auf Microsofts Website 22. Feb 2006 09:58
  • PC-Version von «Halo 2» nur für Vista 10. Feb 2006 10:12
  • Erstes Sicherheitsupdate für Windows Vista 16. Jan 2006 14:33
  • Ferguson schreibt in Microsofts «System Integrity Team Blog», «nur über seine Leiche» werde Microsoft eine Hintertür für Regierungen einbauen. Diese Haltung entspreche auch der offiziellen Linie von Microsoft. Für den Fall, dass Microsoft gesetzlich zu einer solchen Maßnahme gezwungen werde, würde man dies öffentlich kundtun oder die entsprechende Funktion gleich ganz aus dem Produkt entfernen. Ganz allgemein seien Hintertüren nicht zu akzeptieren, und im Speziellen sei keiner in seinem Team bereit, eine solche zu implementieren oder zu testen, so der für Kryptographie bei Microsoft verantwortliche Entwickler.

    TCPA-FAQ-Autor Ross Anderson argumentiert derweil, mit der Einführung von Windows Vista würde die Festplattenverschlüsselung die Massen erreichen, was Strafverfolgungsbehörden vor erhebliche Probleme stellen könnte, wenn es darum geht, die Inhalte von Festplatten Verdächtiger zu analysieren, ohne dass diese ihr Passwort herausrücken.

    Der Cambridge-Professor sagte Golem: «In Fällen von Missbrauch müssen Richter in der Lage sein, das Aufsperren des Rechte-Management-Mechanismus anzuordnen.» Dabei ist ihm vor allem die Verknüpfung mit Trusted Computing ein Dorn im Auge: Das TPM sei eher für Bill Gates Sicherheit als für seine, so Anderson gegenüber Golem. Wer um seine Privatsphäre besorgt sei, solle lieber zu PGP oder schwer zu überwachenden Techniken wie Wegwerf-Mail-Accounts greifen, rät Anderson. (Golem.de)

     
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