In den USA steht eine Neuregelung des Telekommunikationsgesetzes an. Mit dem Antidiskriminierungsverordnung soll die Netzneutralität darin nun garantiert werden. Wydons Gesetzesvorschlag ist allerdings nicht die einzige Idee zum Thema. So wird ein Telekom-freundlicheres Gesetz von 16 republikanischen Senatoren favorisiert, die zwar ebenfalls keine Blockierung von Internet-Daten durch Provider zulassen wollen, den Telekommunikationskonzernen aber ansonsten gebührentechnisch nicht auf die Finger sehen möchten.In Deutschland köchelt die Debatte um die Netzneutralität ebenfalls. Der Chef der Deutschen Telekom, Kai-Uwe Ricke, will Website-Anbieter wie Google ebenfalls für die Nutzung seines neues High-Speed-Netzes, das Ende des Jahres fertiggestellt und weitestgehend unreguliert betrieben werden soll, zahlen lassen. Der Geschäftsführer des Verbandes der deutschen Internet-Wirtschaft, Harald Summa, bezeichnete diese Pläne als absurd: «Das wäre so, als ob der Briefträger am Erlös des Briefes beteiligt werden wollte.»