netzeitung.de«.com»-Domains bleiben bei VeriSign

 Herausgeber: netzeitung.de

Weil die Verwaltung der «.com»-Adressen neu ausgeschrieben wurde, gab es in den USA enormen Streit zwischen den betroffenen Firmen. Nun hat sich die Icann entschieden, dass alles bleibt wie bisher.

Entgegen aller Kritik hat sich der Vorstand der Internet-Verwaltung Icann mehrheitlich für eine Vergabe der «.com»-Registry an VeriSign entschieden. Noch bedarf die Vereinbarung der Zustimmung durch das US-Handelsministerium.

Mit neun zu fünf Stimmen und bei einer Enthaltung fiel das Votum des Icann-Vorstandes relativ uneinheitlich aus. Vint Cerf, Alejandro Pisanty, Mouhamet Diop, Demi Getschko, Hagen Hultzsch, Veni Markovski, Vanda Scartezini, Paul Twomey und Hualin Qian stimmten für die Vereinbarug mit VeriSign, Raimundo Beca, Susan Crawford, Joichi Ito, Njeri Rionge und Peter Dengate Thrush waren dagegen. Michael Palage enthielt sich.

Das Abkommen war unter anderem von einigen großen Registraren scharf kritisiert worden, erhält VeriSign damit die «.com»-Registry doch praktisch auf Dauer zugesprochen. Auch wenn der Vertrag zunächst nur bis 2012 läuft, ist eine erneute Ausschreibung danach nicht vorgesehen. Zudem fürchten die Registrare unbegründete Preiserhöhungen, da VeriSign ihnen die Preise in den kommenden sechs Jahren bis zu vier Mal um sieben Prozent erhöhen darf, obwohl die Kosten für VeriSign sinken.

Mit der Entscheidung werden zugleich sämtliche Rechtsstreitigkeiten zwischen Icann und VeriSign beigelegt. Für die Registrare bleibt nur die Hoffnung, dass das US-Handelsministerium die Vereinbarung noch kippt. (Golem.de)