Ungarn erlebt sein Watergate
Nach Angaben der Regierung wurden von einem eigentlich sicheren Server innerhalb von elf Stunden mehr als 3000 Wahlkampf-Dokumente heruntergeladen. Bei der Rückverfolgung der Einbrecher stellte sich heraus, dass die Angriffe von der konservativen Oppositionspartei Fidesz ausgingen.
Wie diese Zugriff auf den Server erlangte, ist bislang unklar. Nach Medienberichten waren die Täter offenbar im Besitz der nötigen Passwörter.
Fidesz stellte selbst bis 2002 den Ministerpräsidenten. Seitdem ist die Partei in der Opposition.
Die Polizei hat inzwischen Ermittlungen aufgenommen. Der ungarische Präsident Istvan Hiller kündigte an, er werde Fidesz-Parteichef Viktor Orban einbestellen und forderte, Fidesz müsse Konsequenzen ziehen. (nz)

