09.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Internet-Portal Yahoo
Foto: Quelle
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Schwere Vorwürfe gegen den Internetportal-Betreiber Yahoo: Die Firma soll Chinas Polizei bei der Verfolgung eines Bloggers unterstützt haben.
Die Menschenrechtsorganisation «Reporter ohne Grenzen» hat der Internet-Firma Yahoo eine enge Zusammenarbeit mit der chinesischen Polizei bei der Verfolgung von Dissidenten vorgeworfen. Yahoo habe den Behörden Informationen über einen Nutzer des Internet-Dienstes geliefert, der 2003 zu acht Jahren Gefängnis verurteilt worden sei, erklärte die Journalisten-Organisation am Donnerstag.
In dem Verfahren gegen Li Zhi ging es um kritische Kommentare im Internet über die Korruption von Beamten. Eine Yahoo-Sprecherin im kalifornischen Sunnyvale sagte, ihr Unternehmen kenne diesen Fall nicht. Es werde geprüft, ob die zusammen mit einem Partner betriebene Gesellschaft «Yahoo China» Informationen an die Behörden weitergegeben habe. (nz, AP)