07. Feb 2006 18:09
Der Computerhersteller Apple hat seine populäre MP3-Spieler-Serie iPod um ein weiteres Modell ergänzt. Das Gerät ist der Auftakt einer aggressiveren Preispolitik.
Wer bislang einen vollwertigen iPod kaufen wollte, musste mindestens 200 Euro dafür ausgeben. Seit Dienstag ist das anders: Apple hat mit ein neues Einsteigermodell auf den Markt gebracht, das 40 Euro günstiger ist.Der neue «iPod nano 1GB» ist der Auftakt einer aggressiveren Preispolitik des Unternehmen - auch bisherige Modelle wurden verbilligt. So sind die Display-losen Geräte der iPod shuffle-Linie ab sofort für 80 und 110 Euro zu haben, ein Preis, der im Einzelhandel nochmals auf 70 respektive 100 Euro absinken dürfte.
Das neue iPod nano-Modell für 160 Euro besitzt alle Merkmale der größeren Geräte - ein Farbdisplay sowie das «Clickwheel», über das sich der Musikspieler leicht bedienen lässt. Wie die größeren iPod nano-Modelle mit 2GB und 4GB (200 und 250 Euro) wird der neue iPod nano in Schwarz und Weiß angeboten.
Apple sieht den iPod als zentralen Bestandteil seiner Medienstrategie. Musik aus dem eigenen Online-Musikladen iTunes Music Store (iTMS) kann nur auf diesen Geräten wiedergegeben werden, Video-fähig sind allerdings nur die größeren iPod-Modelle (ab 320 Euro). Das Angebot an Videos ist im deutschen iTMS allerdings noch beschränkt, in den USA werden längst TV-Shows verkauft.
Apple hatte zum Verkaufsstart des iPod nano im vergangenen Jahre Ärger mit der Haltbarkeit der Geräte - ihre Bildschirme verkratzten leicht. Das Problem soll inzwischen gelöst worden sein, allerdings hat Apple Insidern zufolge seine Händler in den USA angewiesen, solche Kratzer kostenlos zu reparieren.