04.02.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Videospiel "Gun"
Foto: Activision
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
In einem Western-Computerspiel werden Indianer brutal abgeschlachtet. Eine amerikanische Organisation ruft jetzt zum Boykott des Herstellers auf.
Der amerikanische Indianer-Verband «Association for American Indian Development» (AAID) hat eine Protest-Kampagne gegen den Videospiel-Hersteller Activision angekündigt. Auf einer Website prangert der Verband die rassistischen Inhalte des Spiels «Gun» an.
Unter «boycottgun.com» listet AAID die rassistischen Elemente des Spiels auf, darunter die als Genozid anmutende Aufgabe, möglichst viele Apachen zu töten, um den nächsten Level zu erreichen. Dabei wird in dem Spiel kein Zweifel an der Richtigkeit des Tötens gelassen. Außerdem müssen die Apachen außer ermordet auch noch skalpiert werden, was die Indianer als äußerst verstörend bezeichnen.
«Gun» erschien allerdings schon Ende vergangenen Jahres, so dass der Protest möglicherweise etwas zu spät kommt, um noch einen schmerzhaften Einschnitt in den Verkaufszahlen zu erzeugen. (nz)