Allerdings nicht beim Softwareriesen Microsoft. Wie dessen Technikchef Craig Mundie auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos der «New York Times» sagte, hält der Konzern ein Internet-fähiges Handy für sinnvoller. Microsoft kam ebenso wie der Konkurrent Apple bei der Software-Versorgung des 100-Dollar-Laptops trotz entsprechender Angebote nicht zum Zuge - Negroponte setzt auf Linux. Dass diese Tatsache zu Microsofts ablehnender Haltung gegenüber dem Projekt führte, wollte Mundie allerdings nicht bestätigen.«Ich finde toll, was Nicholas zu tun versucht», so Mundie. Er habe aber «viele Probleme» mit der Durchführbarkeit des Ansatzes. Ein Microsoft-Internet-Handy für die Dritte Welt sei eine bessere Lösung. Um es in einen vollwertigen PC zu verwandeln, könne man ja eine Tastatur und einen billigen Fernsehadapter anschließen - was das Gerät allerdings an Heimcomputer aus den Achtzigern gemahnen lassen würde. Laut Mundie glaubt auch Bill Gates nicht an das Projekt, dabei setzt sich dieser massiv für Gesuchtheitsprojekte in der dritten Welt ein.