netzeitung.deSpammer muss Rekordsumme an AOL zahlen

 Herausgeber: netzeitung.de

Ein Amerikaner hat über Jahre hinweg Werbe-Mails an Millionen von Adressen verschickt. Nun muss er eine Rekordsumme an den Provider AOL zahlen.

Christopher William Smith gehörte bis vor kurzem zu den weltweit aktivsten Spam-Versendern. Nun hat ein Gericht im US-Bundesstaat Minnesota den Mann verurteilt, 5,3 Millionen Dollar Schadenersatz an den Internetprovider AOL zu zahlen.

AOL-Sprecher Nicolas Graham zeigte sich anschließend erfreut. Smith sei ein Paradebeispiel für das Spam-Geschäft gewesen.

Bezirksrichter Claude Hilton sagte in seiner Urteilsbegründung, er verhänge auch deshalb eine so hohe Strafe, weil Smith keine Einsicht gezeigt habe und mehrere Auflagen des Gerichtes missachtet habe.

Dessen Anwälte hatten auf die Klage von AOL zunächst geantwortet, ihr Mandat tue nichts Falsches. Zugleich zweifelten sie die Rechtmäßigkeit des Spam-Verbots an.

Für Provider entstehen durch Spam, der mehr als 80 Prozent des gesamten Mail-Verkehers ausmacht, hohe Kosten. AOL hat deshalb eine Reihe von Spammern verklagt - und hat nach eigneen Angaben bereits mehr als 30 Prozesse gewonnen. (nz)