netzeitung.deGoogle-Chef rechtfertigt Zensur in China

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Lupe Google-Chef rechtfertigt Zensur in China

Google hat sich bereiterklärt, seine neue Website in China zu zensieren. Unternehmensgründer Sergey Brin hält das für eine verantwortungsvolle Entscheidung.

Google-Gründer Sergey Brin hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Selbstzensur in China verteidigt. Er sagte, man habe lange mit der Entscheidung gerungen. Letztlich aber habe man sich der Zensur unterworfen, um den chinesischen Internet-Nutzern so viele Informationen wie möglich zugänglich zu machen.

Für viele Suchbegriffe erhalten chinesische Google-Nutzer nun keine Ergebnisse mehr. Außerdem wird Google einen Teil seiner Dienste in China nicht anbieten. «Google Mail», «Google Talk» und Googles Blog-Software wird es in China nicht geben.

Brin sagte, schon bislang sei Google von der Regierung in Peking zensiert worden. Nun habe man sich entschieden, den chinesischen Gesetzen von sich aus nachzukommen. «Das ist nichts, was ich gut finde, aber ich halte es für eine verantwortungsvolle Entscheidung.» Er verglich die Zensur mit Frankreich und Deutschland, wo Google keine Nazi-Seiten durchsuchen dürfe.

Kritiker hatten Google vorgeworfen, sich der chinesischen Zensur nur aus wirtschaftlichen Gründen zu unterwerfen. John Palfrey, Jura-Professor der Universität Harvard, sagte, Google wolle eben auch in China Geld verdienen. (nz)