netzeitung.deVideospiel gegen Fettleibigkeit

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Videospiel "Dance Dance Revolution" (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Videospiel "Dance Dance Revolution"
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Ein Videospiel soll dicke Kinder animieren, sich mehr zu bewegen. An Amerikas Schulen wird es zusätzlich zum Sportunterricht eingeführt.

In Kürze wird jeder dritte Bürger im US-Bundesstaat West Virginia unter Diabetis auf Grund von Fettleibigkeit leiden. Um die dem Staat dadurch anfallenden Kosten zu reduzieren, wird an den Schulen jetzt das Videospiel «Dance Dance Revolution» eingeführt. Es soll für mehr Bewegung bei den Schülern sorgen.

Innerhalb der nächsten drei Jahre soll an allen 753 öffentlichen Schulen für 10-jährige bis 14-jährige Kinder eine Konsole des Videospiels mit zwei Tanzflächen zur Verfügung stehen. Die Spieler sollen ihre Füße auf der Fläche entsprechend den Pfeilen auf dem Bildschirm im Tanz-Rythmus bewegen. Das Spiel soll dabei nicht den Sportunterricht ersetzen, sondern eine weitere Bewegungsmöglichkeit für Schüler bieten, die sich ansonsten nur ungern bewegen.

Gesunde Kinder, gesunde Erwachsene
Der Staat hofft damit, die Kosten für Krankheiten wie Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Diabetis und Arthritis zu reduzieren. In Punkto Übergewicht ist West Virginia unter den ersten drei der US-Bundesstaaten. Kindern will die Regierung deshalb ein besseres Gesundheitsbewußsein vermitteln und zu gesünderen Erwachsenen machen.

Nach den 10- bis 14-Jährigen sollen auch die über 14-jährigen Highschool-Schüler das Vergnügen mit «Dance Dance Revolution» haben, danach sind auch die Grundschüler unter zehn Jahren an der Reihe. Auf lange Sicht soll das Spiel an allen 279.788 öffentlichen Schulen West Virginias eingeführt werden. Hersteller Konami Digital Entertainment will sich an den Kosten von 500.000 US-Dollar mit 75.000 Dollar beteiligen. (nz)