Lobby soll Raubkopierer unterstützt haben
«Heise Online» berichtet, es habe bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten gegeben, die von einer zweiten Quelle bestätigt worden seien. Demnach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Raubkopierer-Szene regelmäßig bezahlt und Hardware gestellt haben. Auf diese Weise sei sie an Protokoll-Dateien und damit an IP-Adressen derjenigen gekommen, die auf den entsprechenden FTP-Server zugriffen.
Dem Bericht zufolge will die Staatsanwaltschaft Ellwangen nun mit Hilfe der bei der GVU beschlagnahmten Akten prüfen, ob diese tatsächlich fragwürdiger Ermittlungsmethoden bedient hat. Unklar ist auch, ob die GVU-Geschäftsführung und die Mitgliedsunternehmen aus der Film- und Software-Industrie davon Kenntnis hatten. Nach Informationen des Heise-Verlags und «onlinekosten.de» war mindestens ein Mitglied der GVU-Geschäftsführung darüber informiert. (nz)
