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Lupe Lobby soll Raubkopierer unterstützt haben

Bei einer Großrazzia gegen Raubkopierer wurde auch der Urheberrechts-Verband GVU durchsucht. Laut Medienberichten haben die Urheberrechtsschützer die Raubkopier-Szene unterstützt.

Die Staatsanwaltschaft Ellwangen verdächtigt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU), die Verbreitung von Raubkopien aktiv unterstützt haben. Das berichtet der Online-Dienst «Heise online» unter Berufung eines Informanten aus GVU-Kreisen.

Bestätigt ist bislang lediglich, dass im Zuge einer Großrazzia gegen Raubkopierer in nahezu allen Bundesländern auch die Hamburger GVU-Geschäftsstelle und die Wohnung eines hochrangigen Mitarbeiters durchsucht wurde.

«Heise Online» berichtet, es habe bereits vor geraumer Zeit Hinweise eines GVU-nahen Informanten gegeben, die von einer zweiten Quelle bestätigt worden seien. Demnach soll die GVU mindestens einen Administrator eines zentralen Austausch-Servers der Raubkopierer-Szene regelmäßig bezahlt und Hardware gestellt haben. Auf diese Weise sei sie an Protokoll-Dateien und damit an IP-Adressen derjenigen gekommen, die auf den entsprechenden FTP-Server zugriffen.

Mitwisser in der Geschäftsführung?
In einer Pressemitteilung betonte die GVU selbst, dass der Frankfurter Server neben einem weiteren «zur massenhaften Verbreitung von Raubkopien im Internet» gedient habe. Er wurde heute von der Polizei ebenfalls sichergestellt.

Dem Bericht zufolge will die Staatsanwaltschaft Ellwangen nun mit Hilfe der bei der GVU beschlagnahmten Akten prüfen, ob diese tatsächlich fragwürdiger Ermittlungsmethoden bedient hat. Unklar ist auch, ob die GVU-Geschäftsführung und die Mitgliedsunternehmen aus der Film- und Software-Industrie davon Kenntnis hatten. Nach Informationen des Heise-Verlags und «onlinekosten.de» war mindestens ein Mitglied der GVU-Geschäftsführung darüber informiert. (nz)