netzeitung.de«Dotcomtod» ist wieder da

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Zu New-Economy-Zeiten berichtete Dotcomtod über viele pikante Unternehmensdetails. Rechtzeitig zum zweiten Internet-Boom melden sich die Macher nun zurück - und wollen zugleich Geld mit Pixelwerbung verdienen.

Von Peter Schink

Die Gründer von «Dotcomtod» haben eine neue Version der Unternehmens-Bashing-Website online gestellt. Auf «Boocompany» wollen die Macher nun wieder Unternehmenspleiten, Entlassungen und andere negative Unternehmensnachrichten im Internet publizieren.

Das Vorgängerprojekt «Dotcomtod» war nach verschiedenen Problemen im Jahr 2004 eingestellt worden. Nun stehen die alten Daten und Nutzer-Accounts wieder online, auch das Design von «Boocompany» ist an das Vorgängerprojekt angelehnt. Diesmal gibt es für eingereichte Meldungen sogar Punkte. Gesammelt werden «ausschließlich negative Unternehmensmeldungen», aus allen Branchen.
Neue «Milliondollarhomepage»
Für Positives haben die Macher am Montag zugleich «Supercompany» gelauncht, dass sie auf «Boocompany» bewerben. Das Schwesterprojekt ahmt jedoch lediglich die «Milliondollarhomepage» des Briten Alex Tew nach.

«Lanu» verkauft dort Quadrate zu je 10 mal 10 Pixel für jeweils 100 Euro. Zur Begründung heißt es auf der Website, «auch die wirtschaftlichen Erfolge brauchen eine Plattform», jede Medaille habe zwei Seiten. Die Macher versuchen also, mit indirekter Hilfe von «Boocompany» nun selbst Geld zu verdienen - Alex Tew wurde mit der Idee immerhin zum Millionär.

Resonanz auf «Supercompany» gibt es in der Blogosphäre bislang nicht. Allerdings wurden seit dem gestrigen Tag auch noch keine Pixel verkauft. (nz)