23.01.2006
Herausgeber: netzeitung.de
Internetcafé in China
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Chinesische Jugendliche sollen im Auftrag der Regierung Websites bespitzeln. Die Behörden erhoffen sich dadurch Hinweise auf Urheberrechts-Verletzungen.
Rund 200.000 junge Chinesen sollen sich der Zollbehörde ihres Landes zur Verfügung stellen und als Internet-Spione agieren. Pfadfinder und Mitglieder anderer organisierter Gruppen sollen eine schwarze Liste von Websites überwachen, während sie das Internet nutzen. Zu diesem Zweck werden sie Mitglieder der so genannten «Jugendliga für die Verfolgung von Internet-Piraterie», meldet die Zeitung «South China Morning Post».
Zwar gehe man laut eines Sprechers der Zollbehörde nicht davon aus, dass alle aufgeforderten Jugendlichen an dem Programm teilnehmen werden, aber schon einige von ihnen würden die Möglichkeit zur Internet-Überwachung in China erheblich erweitern. Man erhoffe sich Hinweise auf Veröffentlichungen in Tauschbörsen, die der Zollbehörde über eine eigens eingerichtete Website weitergeleitet werden können. (nz)