21. Jan 2006 14:51
Der Plan des US-Justizministeriums, Google zur Herausgabe von Daten zu zwingen, hat Konsequenzen. Die Aktien des Suchmaschinen-Betreibers haben massiv an Wert verloren.
Das US-Justizministerium will Google zur Herausgabe von Millionen Suchanfrage-Daten aus einer Woche zwingen. Dies hat Google abgelehnt. Die Anleger an der Wall Street sind nach Einschätzung von Beobachtern besorgt wegen möglicher Reaktionen von Internet-Nutzern auf die Forderungen der Regierung in Washington. Hinzu kam die Enttäuschung über die jüngsten Geschäftsergebnisse des Google- Hauptkonkurrenten Yahoo. Dies ließ an der Wall Street Befürchtungen aufkommen, mit den Google-Zahlen für das Schlussquartal 2005 könnte es sich ähnlich verhalten. Sie werden am 31. Januar vorgelegt.
Seit dem am 11. Januar verbuchten Höchststand von 475,11 Dollar haben die Google-Aktien fast 16 Prozent an Wert verloren. Der Gesamtwert der Aktien fiel seither um rund 22 Milliarden auf derzeit etwa 118 Milliarden Dollar. Der Google-Aktienkurs ist jedoch mit 399,46 Dollar noch mehr als doppelt so hoch wie das Zwölfmonatstief von 172,57 Dollar vom März 2005. (nz)