20. Jan 2006 08:58
Die US-Regierung will, dass Google Suchanfragen einer kompletten Woche zur Verfügung stellt. Die Suchmaschine fürchtet, das Vertrauen seiner Nutzer zu verlieren.
Google lehnt die Aufforderung bislang strikt ab. Zum einen gefährde die enorme Menge an Daten den laufenden Betrieb, so das Unternehmen. Zum andere fürchte man um das Vertrauen der Nutzer, deren Privatsphäre und die Geschäftsgeheimnisse von Google.Das US-Justizministerium will die Daten nach eigenen Angaben haben, um ein Gesetz gegen Kinderpornographie vorzubereiten. Hintergrund ist ein Kinderpronographie-Gesetz der Regierung aus dem Jahr 1998. Der so genannte Child Online Protection Act (COPA) war 2004 nach einer Klage von Bürgerrechtsgruppen vom Obersten Gericht durch eine Einstweilige Verfügung gestoppt worden, weil er zu breit angelegt war.
Die Regierung will nun das Gesetz vor einem Bundesgericht in Pennsylvania verteidigen. Von Googles Suchanfragen erhofft sie sich Argumente für eine Aufhebung der Verfügung.