17. Jan 2006 16:21
Bastler haben festgestellt, dass Apple ein so genanntes «Trusted Platform»-Modul in seine neuen Intel-Macs eingebaut hat. Unter Windows ist dieser Kopierschutz sehr umstritten.
Der Computerhersteller Apple hat den umstrittenen Kopierschutz «Trusted Platform Module» (TPM) in seine neuen Intel-Macs eingebaut. Wie japanische Bastler herausfanden, enthält die Hauptplatine des neuen iMac mit «Core Duo»-Prozessor ein TPM des Anbieters Infineon. Unklar ist bislang noch, zu welchem Zweck das Modul verwendet wird. Apple-Dokumente äußern sich nicht dazu.Unter Windows gilt die TPM-Architektur als hoch umstritten. Die so genannte «Trusted Computing»-Plattform soll auf PCs Inhalte und Software gegen Piraterie (und Viren) abdichten - allerdings auch unter Abschottung des Benutzers mittels starker Verschlüsselung. Unter Windows konnte sich das Konzept nach langer öffentlicher Debatte bislang nicht durchsetzen.
Apple setzte das TPM in Intel-Entwicklerrechner, die seit vergangenem Sommer an Softwarefirmen verteilt wurden, zum Kopierschutz für sein Betriebssystem Mac OS X ein. Hacker knackten diesen Schutz zwischenzeitlich allerdings. Experten vermuten, dass das TPM nun auch auf den Intel-Macs für Mac OS X verwendet wird, um die Nutzung der Software auf Nicht-Apple-PCs zu verhindern. Bislang ließ sich allerdings noch nicht nachweisen, ob das Modul überhaupt aktiviert ist.Apples Intel-Entwicklerrechner fragten beim Startverlauf ab, ob der Rechner über ein Modul verfügte - nur dann ließ sich Mac OS X verwenden. Da in normalen PCs ein TPM fehlt, lief das Betriebssystem nur mit Hackertricks. Apple hatte bislang immer betont, Mac OS X nur für Macintosh-Rechner anzubieten, mit der Intel-Ankündigung aber auch für viel Interesse unter Windows-Benutzern gesorgt.