netzeitung.deApple stellt erste Intel-Macs vor

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Steve Jobs mit neuem Apple-Rechner (Foto: dpa<br/>Quelle: NZ Netzeitung GmbH)

Lupe Steve Jobs mit neuem Apple-Rechner
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH

Auf der Macworld-Messe in San Francisco hat Apple-Chef Steve Jobs früher als erwartet erste Mac-Rechner mit Intel-Prozessor vorgestellt. Die Maschinen sollen deutlich schneller sein.

Von Ben Schwan

In der Gerüchteküche war es vorhergesagt worden: Apple hat bereits ein halbes Jahr früher als geplant erste Mac-Rechner mit Intel-Prozessor vorgestellt. Firmenchef Steve Jobs brachte Dienstagabend gleich zwei Modelle mit auf die wichtigste Apple-Messe, der Macworld San Francisco. Beide Intel-Macs sind laut Apple-Angaben deutlich schneller als ihre Vorgänger.

Am längsten gewartet hatten die Apple-Fans auf schnelle Notebooks - mit dem «MacBook Pro», das die bekannte PowerBook-Linie ablöst, sollen endlich schnelle Tragbar-Rechner in die Hände der Benutzer gelangen. Das Gerät kommt im 15,4-Zoll-Format und besitzt wahlweise einen 1,67 oder 1,83 GHz schnellen Prozessor. Verwendet wird Intels neue «Core Duo»-Architektur mit zwei Prozessorkernen, angeboten werden die beiden neuen MacBooks für 2100 bis 2600 Euro. Neu ist auch eine direkt in die Gehäusehülle eingebaute Kamera.

Ebenfalls nun auf Intel-Prozessoren aufgebaut ist die iMac-Linie. Die schmalen Multimedia-Rechner, die auf ungeübte Betrachter wie ein Display wirken, besitzen die gleichen Funktionen und Ausstattungsmerkmale wie ihre erst im Oktober vorgestellten Vorgänger mit G5-Chip, sind aber laut Apple mindestens doppelt so schnell. Auch hier wird ein «Core Duo»-Prozessor verwendet (1,83 und 2 GHz), verkauft wird ein 17- und ein 20-Zoll-Modell (1349 und 1749 Euro).

Betriebssystem-Update
Apple kündigte mit den neuen Macs auch Version 10.4.4 seines Betriebssystems Mac OS X an - sie soll voll Intel-kompatibel sein. Damit alte Anwendungen auf den neuen Rechnern in voller Geschwindigkeit laufen, müssen diese intern zu so genannten «Universal Binaries» verändert werden - viele Mac-Entwickler haben diese schon erstellt. Allerdings hinken große Firmen wie Adobe bislang noch hinterher. Alte Mac-Anwendungen laufen laut Apple jedoch weiter - sie werden mit Hilfe einer Spezialsoftware («Rosetta») emuliert.

Neben den neuen Macs stellte Apple auch neue Versionen seiner Multimedia-Suite iLife sowie seines Produktivitätspaketes iWork vor. Einzige iPod-Neuigkeit blieb eine Fernbedienung mit eingebautem Radio. Apple-Chef Steve Jobs kündigte an, dass alle neuen Macs bis Ende des Jahres auf Intel umgestellt werden. In einem humorvollen Werbespot machte sich die Firma darüber lustig, dass Intel-Chips bis zu ihrem Mac-Einsatz in «grauen Kisten eingesperrt» gewesen seien.