Datei-Piraten wollen ins schwedische Parlament
Bei den Gründern der «Piratpartiet» handelt es sich nach eigenen Angaben um einen Zusammenschluss von Menschen, die es Leid sind, ihre eigene und die Entwicklung der ganzen Welt durch macht- und geldgierige Unternehmen eingeschränkt zu wissen.
Durch die Weigerung der Copyright-Inhaber, ihre Rechte und Informationen mit dem Rest der Welt zu teilen, ginge so viel Potential verloren. Daher sei die totale Abschaffung von geistigem Eigentum die einzige vernünftige Konsequenz, um den freien Fluss von Informationen zu sichern.
Auch wehren sich die Piraten dagegen, von der Musikindustrie wie Verbrecher behandelt zu werden, weil sie Dateien über das Internet tauschen. Dabei entstehe kein finanzieller Gewinn oder Verlust, so ihre Argumentation.
Außerdem lehnen die schwedischen Politpiraten die Beschneidung der Privatsphäre durch Antiterrormaßnahmen kategorisch ab. Bei den schwedischen Wahlen im Herbst müssen sie die dortige Vier-Prozent-Hürde überwinden und mindestens 225.000 Stimmen bekommen, um ins Parlament einziehen zu können. Eine intensivere Diskussion über das Urheberrecht werden sie mit Sicherheit auslösen. (nz)
