Spammer zahlt Schadensersatz
27.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Foto: Hormel Foods
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Ein britischer Geschäftsmann erhielt unerwünschte E-Mails. Jetzt erzielte er den vermutlich ersten gerichtlichen Sieg gegen ein Unternehmen, das Spam verschickte.
Drei Jahre nach Inkrafttreten des Anti-Spam Gesetzes der EU beruft sich ein britischer Geschäftsmann auf sein Recht auf Privatsphäre. Er verklagte die Firma, die ihm Spam an seinen privaten E-Mail Account schickte und gewann nun vor Gericht.
Zahlungswilliger SpammerNigel Roberts, Inhaber eines Internet-Unternehmens, erhielt regelmäßig Werbeanzeigen für einen Mietwagen- und einen Fax-Dienst auf seinen privaten E-Mail-Account. Die dafür verantwortliche Firma Media Logistics verlor vor Gericht und erklärte sich bereit, Roberts in einem außergerichtlichen Vergleich fast 400 Euro Schadensersatz zu zahlen sowie die Prozesskosten zu tragen.
Kleiner Sieg, große WirkungRoberts sagte gegenüber BBC News, es handle sich zwar nur um einen kleinen Sieg, der aber signalisiere, dass sich niemand mit dem unverlangten Müll im Posteingang abfinden müsse. Experten zufolge handelt es sich bei dem Fall um die erste erfolgreiche Klage dieser Art. (nz)