Tatsächlich hat die Icann in diesem Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des Internet eine regionale Endung eingeführt. Die Adresse «.cat» steht seit dem Sommer für die spanische Region Katalonien. Inzwischen hat selbst das US-Magazin «Wired» die Idee aufgegriffen – vor dem Hintergrund, dass innerhalb der Icann derzeit über eine weitere Liberalisierung diskutiert wird. Viele Icann-Vertreter finden, dass die Vergabe von Endungen zu langsam und restriktiv ist.Krischenowski jedenfalls hält regionale Domain-Endungen für den «nächsten logischen Schritt» in der Entwicklung. Da sei «.berlin» nur die Spitze des Eisbergs, sagte er «Wired». Tatsächlich gibt es in New York inzwischen ebenfalls Bestrebungen, eine Endung «.nyc» einzuführen.
Bis es soweit ist, dürfte es allerdings noch dauern. Die Icann hat bislang geographische Domain-Endungen nur zugelassen, wenn diese von den jeweiligen Regierungen forciert wurden. Die Katalonische Endung war allerdings eine Ausnahme, die vor allem in Spanien zu Irritationen führte. Wenn Berlin eine Endung erhaltne sollte, könnten Städte wie München, Köln oder Hamburg ähnlich reagieren.
Krischenowski will jedenfalls Ende Dezember wieder zur Icann-Versammlung ins kanadische Vancouver reisen. Um dort für seine Idee weiter zu werben. Im kommenden Jahr werde er womöglich einen formalen Antrag stellen, kündigte er an. Er sei deshalb auch in engem Kontakt mit der Berliner Verwaltung.