Berliner hoffen auf eigene Domain-Endung
Seit einigen Monaten werben sie mit ihrer Firma bei der Icann für die Idee – was nicht prinzipiell abwegig ist. Weil das Internet in der Regel nicht von Regierungen sondern staatlich unabhängigen Organisationen verwaltet wird, spräche in der Theorie nichts gegen eine Berliner-Domainendung.
Krischenowski jedenfalls hält regionale Domain-Endungen für den «nächsten logischen Schritt» in der Entwicklung. Da sei «.berlin» nur die Spitze des Eisbergs, sagte er «Wired». Tatsächlich gibt es in New York inzwischen ebenfalls Bestrebungen, eine Endung «.nyc» einzuführen.
Bis es soweit ist, dürfte es allerdings noch dauern. Die Icann hat bislang geographische Domain-Endungen nur zugelassen, wenn diese von den jeweiligen Regierungen forciert wurden. Die Katalonische Endung war allerdings eine Ausnahme, die vor allem in Spanien zu Irritationen führte. Wenn Berlin eine Endung erhaltne sollte, könnten Städte wie München, Köln oder Hamburg ähnlich reagieren.
Krischenowski will jedenfalls Ende Dezember wieder zur Icann-Versammlung ins kanadische Vancouver reisen. Um dort für seine Idee weiter zu werben. Im kommenden Jahr werde er womöglich einen formalen Antrag stellen, kündigte er an. Er sei deshalb auch in engem Kontakt mit der Berliner Verwaltung.
