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Berliner hoffen auf eigene Domain-Endung

16. Dez 2005 16:22
Schatten des Fernsehturms in Berlin
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Eine Berliner Firma will durchsetzen, dass die Stadt ihre eigene Domain-Endung bekommen. Die Initiative könnte schon bald Nachahmer finden.

Zwei Berliner Geschäftsleute wollen durchsetzen, dass die Internet-Verwaltung Icann demnächst eine Endung «.berlin» im Internet einführt. Die bundesdeutsche Hauptstadt wäre damit die erste Stadt überhaupt, die eine eigene Endung im Internet besitzt.

Positive Impulse

Für Dirk Krischenowski und Alexander Schubert kein Problem. Sie verweisen auf «dotberlin.org» seit einigen Monaten auf die positiven Impulse, die von so einer Endung ausgehen würden, allen vor den Tourismus.

Seit einigen Monaten werben sie mit ihrer Firma bei der Icann für die Idee – was nicht prinzipiell abwegig ist. Weil das Internet in der Regel nicht von Regierungen sondern staatlich unabhängigen Organisationen verwaltet wird, spräche in der Theorie nichts gegen eine Berliner-Domainendung.

Ausnahme Katalonien

Tatsächlich hat die Icann in diesem Jahr zum ersten Mal in der Geschichte des Internet eine regionale Endung eingeführt. Die Adresse «.cat» steht seit dem Sommer für die spanische Region Katalonien. Inzwischen hat selbst das US-Magazin «Wired» die Idee aufgegriffen – vor dem Hintergrund, dass innerhalb der Icann derzeit über eine weitere Liberalisierung diskutiert wird. Viele Icann-Vertreter finden, dass die Vergabe von Endungen zu langsam und restriktiv ist.

Krischenowski jedenfalls hält regionale Domain-Endungen für den «nächsten logischen Schritt» in der Entwicklung. Da sei «.berlin» nur die Spitze des Eisbergs, sagte er «Wired». Tatsächlich gibt es in New York inzwischen ebenfalls Bestrebungen, eine Endung «.nyc» einzuführen.

Bis es soweit ist, dürfte es allerdings noch dauern. Die Icann hat bislang geographische Domain-Endungen nur zugelassen, wenn diese von den jeweiligen Regierungen forciert wurden. Die Katalonische Endung war allerdings eine Ausnahme, die vor allem in Spanien zu Irritationen führte. Wenn Berlin eine Endung erhaltne sollte, könnten Städte wie München, Köln oder Hamburg ähnlich reagieren.

Krischenowski will jedenfalls Ende Dezember wieder zur Icann-Versammlung ins kanadische Vancouver reisen. Um dort für seine Idee weiter zu werben. Im kommenden Jahr werde er womöglich einen formalen Antrag stellen, kündigte er an. Er sei deshalb auch in engem Kontakt mit der Berliner Verwaltung.

 
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