Kritiker weisen allerdings darauf hin, dass Kriminelle ihre elektronische Kommunikation auch weiterhin anonym führen können – etwa über Internet-Cafés oder öffentliche WLAN-Zugangspunkte. Außerdem ließen sich bei Mails und SMS-Botschaften Verbindungsdaten und Inhalt nur schwer von einander trennen.«Es ist ja nicht so, dass die Strafverfolger bisher keine Daten zur Verfügung gestellt bekämen», so Taylor weiter, die das Verhältnis der Anbieter zu den Behörden als «fruchtbare Zusammenarbeit» bezeichnete. So seien nach den Anschlägen von Madrid und London Verdächtige auch aufgrund von Providerdaten festgenommen worden.
Sjoera Nas vom Nutzerverband European Digital Rights warnte zusätzlich davor, dass auch Unschuldige ins Visier der Fahnder geraten könnten, etwa dann, wenn wie im Fall von Spam die wahren Absender gefälschte Adressen für ihre Kommunikation benutzten. Für wirkliche Kriminelle sei es jedoch «einfach, die Datenspeicherung zu umgehen, gerade auch im Internet.» (nz)