Dänemark will drastische Strafen für Spammer
02.12.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Der dänische Verbraucher- und Familienminister Lars Barfoed will die Strafe für Firmen, die Verbraucher mit unerwünschten Textnachrichten und E-Mails bombardieren, drastisch anheben. Wenn sein Gesetzesvorschlag verabschiedet wird, müssen die Firmen künftig damit rechnen pro Empfänger, der von ihnen belästigt wird, 100 Dänische Kronen (rund 13 Euro) Strafe zahlen zu müssen.
Da die Werbe-Mails und -SMS oft an Tausende von Empfängern gleichzeitig geschickt werden, um die Chancen zu erhöhen, dass sich genügend Leute zurückmelden, hätte das empfindliche Geldstrafen zufolge.
Bisher ist es in Dänemark üblich eine Strafe zahlen zu müssen, die in etwa dem durch die Spams entstandenen zusätzlichen Gewinn des Unternehmens entspricht. So wurde kürzlich der Telekomanbieter Debitel dazu verurteilt 400.000 Dänische Kronen (rund 53.000 Euro) zu zahlen. Wäre damals das nun vorgeschlagene Gesetz schon gültig gewesen, hätte die Strafe stattdessen fünf Millionen Kronen (650.000 Euro) betragen. Der Minister folgt mit seinem Vorschlag dem dänischen Ombudsmann für Verbraucherangelegenheiten.

