Vorteil der Blogger ist, dass es allein in Teheran etwa 1500 Internet-Cafés gibt. Diese zu überwachen, ist für die iranische Regierung nahezu unmöglich. Aus diesem Grund versuchen die Behörden, die Zugänge zu unliebsamen Websites zu sperren. Teheran hat dafür angeblich mehrere Millionen Dollar in Filter investiert, die kritische Websites automatisch blockieren. Diese suchen nach Begriffen wie «regime change iran» oder «free thoughts on iran». Das System ist relativ effektiv. Doch es gibt im Internet genauso viele Mittel, um die Filter zu umgehen.
Zum einen versuchen die Blogger, ihren Herkunftsort zu verschleiern, um nicht in die Gefahr zu geraten, verhaftet zu werden. Zum anderen kann man im Iran auch gesperrte Blogs und Websites lesen, indem man über einen Proxy-Server im Ausland nutzt.
In den westlichen Staaten haben sich inzwischen viele Unterstützer gefunden, die den Bloggern helfen - etwa mit dem Bereitstellen von Proxy-Servern oder Software, die hilft, Filter zu umgehen. Auch die Reporter ohne Grenzen versuchen inzwischen, Unterstützung für Blogger in Ländern zu organisieren, in denen die Meinungsfreiheit eingeschränkt ist.