28.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
DHL Logistik
Foto: dpa
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Der Paketdienst DHL hat in Großbritannien unfreiwillig Mail-Adressen eines Verteilers veröffentlicht. Die Empfänger erhielten daraufhin mehr als 100 Spam-Mails.
In Großbritannien sind durch ein Versehen eine Vielzahl von E-Mail-Adressen in Umlauf geraten. Der Paketdienst DHL hatte die Mail-Adressen eines Werbeverteilers in das «An»-Feld einer Mail gesetzt, statt die Mail als «Bcc» (Blind-Kopie) zu verschicken, berichtet die Zeitschrift «PC Welt».
Eigentlich wollte DHL in der an britische Unternehmen gerichteten Werbekampagne alle, die einen neuen DHL-Account eröffneten, mit einem Blackberry beglücken. Durch das Missgeschick erhielten die Teilnehmer mit der Mail-Antwort der DHL eine Vielzahl von Mail-Adressen.
Mehrere fehlkonfigurierte Mail-Server verschickten dem Bericht zufolge automatische Antworten wiederum an den gesamten Verteiler. Einige Empfänger nutzten den Verteiler gleich zu Kritik an der DHL-Aktion. Außerdem haben Spammer inzwischen mehr als 100 Mal die komplette Liste benutzt.
Wie viele Mail-Adressen betroffen sind, ist bislang unklar. DHL kündigte den Betroffenen eine schriftliche Erklärung an - die soll aber mit der Briefpost verschickt werden. (nz)