24.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Überwachung aus dem All - per RFID und Satellit
Foto: Lockheed Martin
Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Die winzigen und preiswerten RFID-Chips kann man überall massenweise anbringen. Die US-Armee will erreichen, dass künftig nicht einmal mehr ein Scanner für das Auslesen der Daten nötig ist.
Schon jetzt nutzt die US-Armee tausende kleine RFID-Chips, um den Überblick über ihr Inventar zu behalten. So wurde beispielsweise das im Irak benutzte Kriegs-Material mit solchen Minisendern versehen, die innerhalb von Minuten die Kontrolle ganzer Containerladungen möglich machen.
Der Vorteil der Mini-Chips: Weil sie winzig und preiswert sind, lassen sie sich massenweise benutzen. Selbst Supermarkt-Ketten erproben derzeit, diese auf ihren Waren anzubringen. Auch die neuen deutschen Reisepässe sind mit RFID-Chips ausgestattet.
Die US-Armee will nun voraussichtlich im Dezember die Entwicklung einer neuen Generation ausschreiben. Diese sollen im Gegensatz zu den bisher existierenden Exemplaren nicht nur ausgelesen werden können, sondern selbstständig Satelliten anfunken können.
Weltweite Überwachung aus dem AllDas Magazin «Federal Computer Week» berichtet, die nächste Generation werde in der Lage sein, Signale zu den neuen Iridium-Satelliten zu schicken. Jeff Fee von der Armee-Logistik-Behörde (LTA) sagte: «Das wird unsere Möglichkeiten enorm erweitern». Es werde dann möglich, Armee-Güter weltweit aus dem All zu erkennen.
Dem Bericht zufolge will die Armee sogar noch weiter gehen. Weil die Kommunikation zu Satelliten nur möglich ist, wenn Sichtkontakt besteht, soll es eine dritte Generation von RFID-Chips geben. Sie sollen in der Lage sein, eine Verbindung zu Handy-Netzen und WLAN-Hot-Spots aufzubauen. Im Rahmen der Ausschreibung soll auch Geld für die Entwicklung eines solchen Prototyps vergeben werden. (nz)