16.11.2005
Herausgeber: netzeitung.de
Kofi Annan
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Quelle: NZ Netzeitung GmbH
Zu wenige Menschen haben Zugang zum Internet und neuen Informationstechnologien, kritisiert UN-Generalsekretär Annan. Auf dem UN-Informationsgipfel ging er auch auf den Streit um die Internet-Verwaltung ein.
In der tunesischen Hauptstadt Tunis beraten seit Mittwoch 173 Staaten über die Zukunft der Kommunikationstechnologien. UN-Generalsekretär Kofi Annan forderte zu Beginn der Konferenz einen besseren Zugang dazu für alle Menschen.
Noch immer hätten zu wenig Menschen in aller Welt Zugang zu den neuen Technologien, kritisierte Annan. Der Gipfel müsse dazu beitragen, Entwicklung und Frieden weltweit zu fördern. Dies sei wichtig für die Entwicklung der armen Länder.
Annan: UN will Internet nicht verwaltenAnnan stellte sich gegen den Wunsch der Europäischen Union und der Entwicklungsländer, die Uno solle die Verwaltung der Adressräume im Internet übernehmen. Diese sei bei der amerikanischen Icann gut aufgehoben, sagte er. Der Streit darüber hatte im Vorfeld des Gipfels zu diplomatischen Spannungen zwischen den USA und der EU geführt.
Zugleich sagte Annan, die Uno wolle dazu beitragen, das Internet zu stärken. Wichtig sei der freie Zugang für alle.
23.000 TeilnehmerZu der dreitägigen UN-Konferenz in Tunis haben sich mehr als 23.000 Teilnehmer aus 173 Ländern angemeldet. Mehr als 50 Regierungs- und Staatschefs werden erwartet.
Bereits bei einem ersten Treffen in Genf hatten Vertreter von 175 Staaten sich auf das Ziel verständigt, die digitale Kluft zwischen reichen und armen Ländern zu bekämpfen und bis 2015 mindestens die Hälfte der Weltbevölkerung mit digitaler Kommunikationstechnik zu versorgen. Konkrete Maßnahmen wurden jedoch nicht vereinbart. (nz)