Web-Software versieht Gesichter mit Namen
«Riya» funktioniert dabei ähnlich wie die Fotosammlungen «Flickr» oder «Shutterfly». Nutzer laden ihre Fotos ins Internet und benennen sie anschließend mit beliebigen so genannten «tags». Anhand solcher Schlagworte werden die Bilder sortiert und können dann von anderen Nutzern angesehen werden.
Der Chef der Softwarefirma, Munjal Shah, sagte, das Konzept sei im Prinzip einfach. «Menschen tun das die ganze Zeit. Du kannst einen Freund an seinem Hinterkopf und seinem T-Shirt erkennen. In einer Nanosekunde bringt unser Gehirn die einzelnen Bildpunkte zusammen - wir verfahren ganz ähnlich.» Laut Shah verarbeitet die Software für die Erkennung insgesamt 50 verschiedene Merkmale.
«Wir nehmen heute jeden Augenblick unseres Lebens auf, aber wir können nicht danach suchen - unser Job ist getan, wenn man jedes Foto weltweit durchsuchen kann», so Shah, der dafür insgesamt vier Millionen Dollar Risiko-Kapital eingesammelt hat. Noch in diesem Jahr soll die Software für alle im Internet verfügbar sein.
Bislang zum Beispiel kann die Software per Mail benachrichtigen, wenn man in der Foto-Sammlung eines Freundes zu sehen ist - wenn der die E-Mail-Adresse in das System eingegeben hat. Die Funktion sollen die Nutzer in der endgültigen Version deaktivieren können, verspricht Shah.
Die Software könnte allerdings auch benutzt werden, um Leute aufzuspüren. «Riya»-Tester Castera sagt: «Am Ende kann man das vielleicht sogar für Vaterschaftstests nutzen.»
Für das Web ediert von Peter Schink

